Eurobike-Serie 2026 1/5: Alles zur Eurobike

Shownotes

Eurobike-Serie 2026 1/5: Alles zur Eurobike

 Bis zur Eurobike sind es nicht mal mehr zwei Wochen. Zur Vorbereitung haben wir deshalb eine Miniserie produziert, einen Podcast im Podcast sozusagen. An jedem der nächsten fünf Werktage sprechen wir ungefähr eine halbe Stunde mit einem Hersteller oder Anbieter über Trends und Neuigkeiten zur Messe, damit ihr jeden Tag etwas Neues mitnehmen könnt.

Ihr erfahrt spannende Entwicklungen im Fahrrad- und E-Bike-Markt und Hintergründe, die selbst wir noch nicht kannten. Schaut also jeden Tag in eure Podcast-App. Es lohnt sich.

Dies ist die erste Folge. Wir sprechen über die Eurobike selbst, und zwar direkt mit dem Veranstalter.

Der pressedienst-fahrrad auf der Eurobike

Der pressedienst-fahrrad steht auch während der Eurobike für Medienanfragen zur Verfügung. Wenn Sie O-Töne für Radio und TV oder einordnende Informationen benötigen, melden Sie sich gerne bei uns. Beim EUROBIKE Pressefrühstück am 23. Juni von 9 bis 10 Uhr stellt das Team in Frankfurt zusätzlich die Produktneuheiten und Brancheninnovationen in informativen Gesprächen vor. Treffpunkt ist die Eurobike Stage in Halle 12.0. Wir freuen uns auf Sie.

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Sprecher: Hans Dorsch
Intro: prod Laurin

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##: Intro Eurobike-Serie 2026

00:00:12: **Hans Dorsch:** Mein Name ist Hans Dorsch. Bis zur Eurobike sind es nicht mal mehr zwei Wochen. Zur Vorbereitung haben wir deshalb eine Miniserie produziert, einen Podcast im Podcast sozusagen. An jedem der nächsten fünf Werktage sprechen wir ungefähr eine halbe Stunde mit einem Hersteller oder Anbieter über Trends und Neuigkeiten zur Messe, damit ihr jeden Tag etwas Neues mitnehmen könnt. Ihr erfahrt spannende Entwicklungen im Fahrrad- und E-Bike-Markt und Hintergründe, die selbst wir noch nicht kannten. Schaut also jeden Tag in eure Podcast-App. Es lohnt sich. Und damit starten wir auch gleich in die erste Folge. Wir sprechen über die Eurobike selbst, und zwar direkt mit dem Veranstalter. Los geht's.

##: Eurobike mit Philipp Ferger

00:01:01: **Hans Dorsch:** Mit uns im Studio ist Philipp Ferger, Geschäftsführer von Fairnamic, dem Veranstalter der Eurobike, und Thomas Geisler, Redakteur beim PDF, mein Co-Host. Willkommen beide.

00:01:14: **Thomas Geisler:** Hallo

00:01:15: **Philipp Ferger:** Hans, grüß dich

00:01:17: **Hans Dorsch:** Philipp, erste Frage gleich an dich: Die Eurobike 2026 steht vor der Tür. Wie zufrieden seid ihr beziehungsweise wie zufrieden bist du persönlich mit den Vorbereitungen? Es ist ja deine erste Eurobike, oder?

00:01:33: **Philipp Ferger:** Ja, definitiv, Hans. Ich hab die Verantwortung als Geschäftsführer am 1. Januar diesen Jahres für die Eurobike übernommen und, , ich kann wirklich sagen, dass ich sehr, sehr zufrieden mit dem Team, , und unseren Kunden bin, unseren Ausstellern bin, , mit dem, was wir da, , auf der Eurobike 26 sehen. , Wir finden ja unter, , besonderen herausfordernden Bedingungen statt und deshalb freut es uns sehr, dass wir in den letzten Wochen und Monaten viele intensive Gespräche mit Industrie, mit Handel, mit Medienverbänden et cetera führen konnten und unter den Rahmenbedingungen sehr zufrieden sein können und es auch sind. Und, , wir haben starke internationale Registrierungen, starke nationale Registrierungen. Unser, , klar B2B ausgerichtetes Programm Retail First kommt sehr gut an und bei all dem darf man ja eines nicht vergessen: Die Eurobike 2026 ist ein Milestone, ist ein Schritt auf dem Weg zu einer neuen Eurobike, zur neuen Eurobike 2027 fortfolgende.

##: Vergleich: Konsumgütermessen vs. Fahrradbranche

00:02:40: **Hans Dorsch:** Okay, auf die kommen wir später noch zurück. Erst noch eine interessante Sache: , du bist ja gleichzeitig verantwortlich als VP Consumer Goods Fairs bei der Messe Frankfurt und hast schon seit mehreren Jahren die Messe Ambiente und Christmas World gemacht zum Beispiel. Das heißt, , von außen gefühlt was völlig anderes. Jetzt die Eurobike. Was sind da die Unterschiede? Was, was hat dich überrascht, als du die Branche kennengelernt hast? Was ist anders? Was ist gleich?

00:03:17: **Philipp Ferger:** Also gleich fangen wir mal, mal damit an, was gleich und ähnlich ist, sind, , die Strukturen in den jeweiligen Industrien. , Die, , Industriestrukturen und Handelsstrukturen bei den Konsumgütermessen wie beispielsweise einer Ambiente sind vergleichbar mit denen in der Fahrradindustrie. Wir sprechen auch dort über, , das Thema, , Distributoren, über das Thema Großhändler, über das Thema, , genossenschaftlicher Verbund, Einkaufsverbünde, Einkaufsgruppen. Wir sprechen über die Herausforderungen, die Hausmessen mit sich bringen. Wir sprechen darüber, dass große D2C-Marken das Instrumentarium Messe seit einiger Jahre, einigen Jahren infrage stellen. Also das sind beispielsweise Gemeinsamkeiten, die diese beiden Industrien oder Messen mit sich bringen. Aber, , was mich insbesondere sehr beeindruckt und extrem positiv überrascht hat, ist, mit wie viel Leidenschaft und Identifikation mit dem Produkt, , alle Branchenplayer in der Fahrrad-, , branche unterwegs sind. , Das ist Wahnsinn, wie viel Menschen wirklich aktiv die Zukunft der Eurobike mitgestalten wollen, mit uns mitgestalten wollen. Wir lassen uns natürlich auf dieses aktive Mitgestalten ein. Man sieht in dieser Mitgestaltung auch eine aktive emotionale Diskussion. Aber Emotionen sind immer was Positives, denn hinter Emotionen stehen eben diese genannte Leidenschaft und die Identifikation mit, , dieser Leitmesse. , deshalb nehmen wir all diese konstruktive Kritik, die in diesen Diskussionen aufkommt, sehr ernst und sind sehr froh über diese Bereitschaft der Mitgestaltung. , Und es gibt nichts Besseres, als wenn eine Branche mit Leidenschaft und Emotionalität und Herzblut hinter ihrer Leitmesse steht. Und das ist etwas, äh, was mich sehr, sehr positiv beeindruckt und überrascht hat bei der Eurobike.

##: Rückkehrer & Aussteller 2026

00:05:09: **Thomas Geisler:** Jetzt, du, du sprichst ja die Leidenschaft der Branche an. Es ist aber auch so, dass ja in den letzten Jahren viele Hersteller sich von der Eurobike auch verabschiedet haben, die lieber auf ihre eigenen Haus, Messen setzen. Und jetzt, auf der anderen Seite kommen auch dieses Jahr wieder einige große Aussteller zurück. Wie, wie hast du das persönlich, ja, so aufgenommen? Wer fehlt dir noch vielleicht, wo du sagst, den möcht ich noch gerne dazu haben, der mö, sollte sich noch besser einbringen? Und gibt's auch jemanden, den du sagst, über den freu ich mich besonders, dass die wieder, dass die wieder zur Eurobike kommen und sich mit der Leitmesse, ja, ver-, äh, verbunden fühlen?

00:05:46: **Philipp Ferger:** Mhm. Also zunächst einmal eine internationale Leitmesse wie die Eurobike, die ist nie fertig. Das ist ein, ein lebendes Produkt und, entscheidender als vielleicht kurzfristige Rückkehrer, über die wir uns natürlich sehr freuen, ist aber, dass wir gemeinsam mit der Branche langfristig eine Plattform schaffen, die relevant ist. Also wir sind am Anfang, wir sind in einem Prozess wir haben noch einen Prozess und einen langen Weg gemeinsam mit der Branche hier vor uns. Aber, und wir haben gute Voraussetzungen, denn du hast es angesprochen, einige Rückkehrer. Ich freue mich natürlich besonders, wenn man, Player wie Canyon wieder an Bord hat, die jahrelang nicht dabei waren. Ich freue mich natürlich auch, darüber, dass wir Player wie Shimano Europe, auf der Eurobike in diesem Jahr dabei haben, aber auch wahnsinnig viele andere Marken, bekannte Marken aus der, aus der Fahrradbranche wie Raymon, wie Mahle, wie Pinion, Hefa, Gobao, Valeo, Zweirad Union, Holland Mechanics, Avinox, M-Flow, FSA, hier um nur mal ein paar zu nennen, die in 26, dabei sind. Was aber mindestens genauso wichtig ist wie diese Marken und viele, viele andere, die uns in 26 die Treue halten und sich mit uns auf den Weg machen, ist eben dieser Prozess über 26 hinaus. Und da sind wir mit viel, viel mehr Marken als den gerade genannten im Gespräch, haben über fünfzig Experteninterviews geführt, um die Anforderungen dieser Marken zu erfassen, zu verstehen und um damit mit der Branche gemeinsam eine Plattform, eine zukunftsfähige Plattform, zu erarbeiten, damit die Liste der Marken, die ich gerade aufgezählt habe, in 27 und darüber hinaus noch länger wird.

##: Trends & Innovationen 2026

00:07:38: **Thomas Geisler:** Wenn ich jetzt nur noch kurz auf '26 noch mal zurückkomme. unsere Zielgruppe sind ja in erster Linie die Journalist\*innen, die jetzt auch gerne die Eurobike besucht haben oder auch dieses Jahr besuchen werden. Was habt ihr dafür eigentlich so für Trends, für die ihr seht, wo, wo sich drüber zu berichten lohnt? Also warum kann-- soll jetzt ein Journalist oder eine Journalistin zur Eurobike kommen und sagt: "Hier, das ist der Fahrradtrend, über den, da krieg ich die Infos auf der Eurobike, da kann ich drüber berichten."

00:08:06: **Philipp Ferger:** Es ist wie so oft den einen Trend als solchen, den gibt's ja ganz selten. Also dass man sagt, es ist jetzt der Trend, auf den, alles sich fokussiert. ich find immer die spannendsten Innovationen und Innovationen sind ja auch immer Trends entstehen dort, wo Produkte, wo Service und wo digitale Angebote zusammenkommen. natürlich haben wir, auch etliche Produkttrends, die es auf der, auf der Eurobike zu sehen gibt. Ob das leichte, leistungsstarke E-Bikes sind, das Thema Cargo-Bikes, das Thema Connectivity, oder aber Trends bei Antriebsformen oder der Reifengröße, sind es, daneben auch ganz viele generalistische Markttrends oder generelle Markttrends. was superspannend ist, ist der ganze Bereich After Sales, After Market, also das ganze Thema Service und Werkstatt. Das Thema Fachkräfte wie in ganz vielen Branchen ist etwas, womit wir uns beschäftigen, die Transformation im Retail. Beispielsweise auch, wie kann KI im Handel eingesetzt werden. Logischerweise wird KI nicht das Fahrrad ersetzen, aber es wird ganz, ganz viele Prozesse entlang der Wertschöpfungskette verändern, eben vom Handel bis hin zum Kundenservice. Es geht um Trends wie urbane Mobilität und den gesamten, das gesamte Spektrum der Eco-Mobility, also auch um das Thema Infrastruktur, Nachhaltigkeit, neue Geschäftsmodelle. Also ich kann nur jedem, jedem Journalist und ganz vielen Händlern, natürlich nur empfehlen, auf die Euroback zu kommen, denn es gibt wahnsinnig viel, worüber es zu berichten ist und aber auch, was es zu sehen gibt.

00:09:43: **Hans Dorsch:** Wie, wie setzt ihr die Trends denn in Szene? Also b-bündelt ihr die zum Beispiel zu, ich weiß nicht, gibt's 'n Begriff, Themeninseln? Es gibt ja 'n Vortragsprogramm zum Beispiel. ist das für alle zugänglich? Und welche Testmöglichkeiten gibt's denn? Ich hab gesehen, es gibt 'ne neue Teststrecke, oder?

##: Erlebnis- und Eventformate: Testtracks & Fachprogramm

00:10:03: **Philipp Ferger:** Ja, also, wir wollen die Tests, na, die Trends natürlich nicht nur, sehbar, also visuell darstellen, weil wir, wir wollen sie vor allem auch erlebbar machen, damit eben dadurch auch Diskussionen angestoßen werden. Das heißt, wir werden die, Testtracks haben, wir werden Demo-Areas haben. Bei den Testtracks haben wir zum Beispiel die Mountainbike-Area, ganz neu, auf dem Freigelände, wo wir, das Thema Mountainbike im Testing in den Fokus rücken. Wir haben die Adventure Area, Thema Fachprogrammvorträge, haben wir dieses Jahr eine ganz klare Summit-Struktur themenspezifisch gegliedert. Hier haben wir insgesamt eine sehr starke B2B-Ausrichtung. Das heißt, dieses Fachprogramm richtet sich primär in Richtung, B2B-Besucher. Wir haben Start-up-Formate, wo wir das Thema Innovationen, neue Unternehmen präsentieren. Wir haben natürlich den Eurobike Award. da durfte ich vor Kurzem, ganz kurz bei der Jurysitzung vorbeischauen und mir einen ersten Eindruck verschaffen. Das war auch super spannend, diese Gewinnerprodukte jetzt gibt's zu sehen. und, äh, das ist ein Versuch beziehungsweise unser Ansatz, eben das Thema Trends, Innovationen ganzheitlich über verschiedenste Formate abzubilden und auch erlebbar zu machen.

##: Eurobike als Launch-Plattform & Medienarbeit

00:11:20: **Hans Dorsch:** Ich hab einen, eine Innovation entdeckt, also die, die vielleicht noch weitreichender ist. Also es gibt Aussteller, die kommen jetzt nicht mehr wegen der Fläche, sondern die, die kommen wegen eines Moments. Also einer zum Beispiel, der plant, plant seinen gesamten Messeauftritt um eine Premiere, Produktpremiere herum. Also der Launch ist quasi im Zentrum und um diesen Launch herum, gibt es Aktionen. ist das 'ne Logik, der die, der die Eurobike vielleicht stärker nachgeht? Also wird sie mehr zum Launch-Event statt zur, man nennt es Order-Messe?

00:12:04: **Philipp Ferger:** Also zunächst einmal, kann man sagen, dass jeder Aussteller für sich erst einmal definiert, warum er auf einer Eurobike ausstellt. Und es gibt also verschiedenste Messebeteiligungsziele, weshalb der Aussteller kommt. wenn das das Ordern ist, dann ist es das Ordern, wenn es das Generieren von Neukontakten, von internationalen Neukontakten ist, oder aber auch beispielsweise das Treffen und Netzwerken, ähm, mit seinen bestehenden Vertriebskontakten, mit seinem ver-- bestehenden Vertriebsnetz und Distributoren. Das sind alles Gründe, warum ein Aussteller auf einer Eurobike, ausstellt. Aber du hast es genannt, das Thema, Reichweite, das Thema mediale Reichweite, das Thema mediale Verlängerung und Nutzung einer Eurobike als die Plattform, um eben solche Produktneuheiten, solche Product Launches, solche Innovationen zu präsentieren, der rückt deutlich stärker in den Mittelpunkt und deutlich stärker in den Vordergrund. Das unterstützen wir natürlich als, als Veranstalter, treiben das auch weiter konzeptionell nach vorne. Denn es gibt beispielsweise Marken, ja, die sagen, wir brauchen keine Weltleitmesse, wir brauchen keine Messe, um, neue Vertriebspartner oder neue Kunden kennenzulernen. Wir haben ein weltweites Vertriebsnetz. Ja, das ist schön, wenn wir die auf der Eurobike alle treffen und die kommen hierhin. Aber was wir wollen, wir wollen dieses Momentum, dieses Event, dieses Zusammenkommen der Welt, der Branche an einem Ort zu einem Zeitpunkt, den wollen wir nutzen, um unsere neuen Innovationen, unsere Produkte, unsere Highlights vorzustellen, zu emotionalisieren. Genau da setzen wir beispielsweise an, dass wir eine wahnsinnig große Anzahl an nationalen, vor allem aber auch internationalen Journalisten, die wir einladen, denen wir Flüge bezahlen, Hotels bezahlen, die aus, aus den USA, aus Asien kommen beispielsweise, die auf die Eurobike kommen und die wir ganz gezielt mit Guided Tours, auch mit speziellen, exklusiven Testtrack-Nutzungen dieser Marken die Möglichkeit geben, über diese Marken zu berichten, exklusiv sich die Sachen anzugucken. Wir arbeiten mit wahnsinnig vielen Content Creatorn zusammen, um eben auch dieses Thema auf der Eurobike stärker zu spielen und man sieht eben dort eine veränderte Kommunikation, eine veränderte Kommunikation auch der Aussteller und eine veränderte Sichtweise auf Messen wie die Eurobike und warum, mit welchem Ziel ich die Eurobike nutze. Und da ist, ja, das Thema Product Launches, Launch Plattform ist, ein bedeutender Teil, den wir auch in unsere Konzeption entsprechend mit aufnehmen.

00:14:42: **Thomas Geisler:** Du hast ja das, die internationalen Journalistinnen schon angesprochen, dass ihr die unterstützt. Wie macht ihr's mit nationalen Journalisten? Wie, was bietet ihr denen an als Unterstützungsmöglichkeiten? Wie können die sich an der Messe auch, äh, besser orientieren und wie helft ihr denen bei ihrer Arbeit?

00:14:57: **Philipp Ferger:** Also die, nationalen Journalisten sind natürlich aufgrund ihrer geographischen Nähe schon deutlich näher an uns dran, sind deutlich enger, fast wöchentlich momentan mit uns im Kontakt. Das heißt, da ist die Beziehung ja fast schon familiär. Man kennt sich, man ist im regelmäßigen Austausch, was wir sehr, sehr schätzen, wovon auch eine Veranstaltung wie die Eurobike entsprechend profitiert. Aber auf der Messe selbst geben wir natürlich auch den nationalen Journalisten eine Orientierung, Leitplanken, Hilfestellungen, ob das die Medienrundgänge sind, ob das die Eurobike-Pressekonferenz ist, ob das der Eröffnungsrundgang mit der Politik ist oder ob das unsere, äh, neu eingeführte Media Happy Hour im Pressecenter ist, wo wir die Journalisten im Pressecenter auf 'n Drink einladen, ob das, die eben schon angesprochenen, Möglichkeiten sind, sich an den exklusiven Testtracks, mit den Marken, die diese Testtracks für ihre Neuheiten nutzen, zu beteiligen. Also da reden wir wirklich über ein umfangreiches Portfolio an Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Unterstützung der nationalen Fachmedien hier auf der Eurobike.

##: Politik & Schirmherrschaft

00:16:04: **Thomas Geisler:** Du hast grad noch einen anderen, Punkt angesprochen: Politik. Dass es ja einen Rundgang mit der Politik gibt. Es ist ja auch immer ein großes Thema: Wer kommt denn eigentlich aus der Politik? Kommt der Bundesverkehrsminister? Kommt mal wieder ein Kanzler oder eine Kanzlerin zu Visu? Habt ihr da schon, Neuigkeiten zu berichten, wer als politischer Vertreter kommt?

00:16:23: **Philipp Ferger:** Also wir, hatten ja bereits angekündigt, dass die Eurobike 26 wieder unter der Schirmherrschaft, des Bundesverkehrsministers, äh, Patrick Schnieder und des hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr, dem Herrn Mansoori steht. der, Bundesverkehrsminister hat aufgrund eines sehr, sehr engen Termin- und Zeitplans, die Teilnahme leider nicht einplanen können, hat aber eine entsprechende Vertretung aus dem Bundes-, Verkehrsministerium geschickt. Dafür freuen wir uns aber dass neben dem hessischen Wirtschaftsminister Mansoori auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, sich persönlich angekündigt hat, ebenso wie, unserem Oberbürgermeister Mike Josef, aus Frankfurt. Und dieses Interesse nicht nur der Schirmherrschaft, sondern auch der persönlichen Anwesenheit zeigt, wie wichtig das Thema Austausch mit der Politik ist und dass Fahrradpolitik heute eben genauso wichtig ist und Teil einer Wirtschaftsklima- und Infrastrukturpolitik ist. Und das noch abschließend: Natürlich ist die Bundesebene, die Bundespolitik eingeladen und wir sind dort auch weiterhin sehr eng dran, auch mit neuen Formaten, neuen Ideen über 2026 hinaus.

00:17:39: **Hans Dorsch:** Das klingt spannend. W-wollen wir mal, wollen wir mal '26 abschließen. wie würdest du dieses Jahr die Eurobike bezeichnen? Ist sie weiterhin die Weltleitmesse der Branche?

00:17:52: **Philipp Ferger:** Ja, die Eurobike ist die Weltleitmesse der Bike- und Ecomobility-Branche und dabei muss man immer wieder sich vor Augen führen, dass das Messegeschäft und Messen insgesamt, sich in 'nem sehr krassen Wandel befinden. Und wenn wir heute über Weltleitmesse sprechen, dann definiert sich dieser Anspruch nicht mehr über die Anzahl an vermieteten Quadratmetern, die Anzahl der belegten Fläche, sondern sie definiert sich über Relevanz und, sie definiert sich vor allem über Internationalität. Und genau dort sind wir auf dem richtigen Weg mit der Eurobike 2026 als Weltleitmesse für die Bike- und Ecomobility-Branche. Und auf diesem Weg werden wir gemeinsam mit der Branche weitergehen in das Jahr 2027 und darüber hinaus.

##: Eurobike 2027: Neues Konzept & Ausrichtung

00:18:44: **Thomas Geisler:** Ja, blicken wir nach vorne, 2027. Du hast, ja schon angekündigt, es wird eine neue Eurobike geben. Kannst du da schon 'n bisschen sagen, was da auf uns zukommt, wie die Eurobike ausgerichtet werden soll? Es gibt ja schon die Ankündigungen, neuer Termin, neue Hallenstruktur. Kannst du vielleicht noch 'n bisschen was erklären? Geht's eher so auch wirklich in Richtung große Bühne, viel Präsentationen? Was habt ihr vor? Also was sind so die, die Hintergedanken, was, wie die Messe neu ausgerichtet wird?

00:19:19: **Philipp Ferger:** Mhm, gerne. Vielleicht noch mal einen, Schritt vorher, wie wir zu all dem gekommen sind. wir haben ja, bereits Anfang des Jahres, unseren neuen Eurobike-Beirat, den Ausstellerbeirat, das Advisory Board ins Leben gerufen. der hat auch jetzt, im, Mai zum zweiten Mal getagt. Parallel zu dem Austausch mit dem Beirat haben wir mit einer externen Strategieberatung, die uns dort unterstützt hat, die schon angesprochenen über 50 Experteninterviews geführt, haben also qualitative Interviews mit großen nationalen, internationalen Marken, mit Verbänden, mit Einkäufern, geführt, um diese Anforderungen an eine neue Eurobike zu verstehen, um die Anforderungen der Branche zu verstehen. Was braucht die Eurobike? was braucht die Branche von der Eurobike? Wie muss eine neue Eurobike aussehen? Und parallel dazu haben wir eine, quantitative, also eine Massenbefragung unter allen Ausstellern und Besuchern weltweit durchgeführt, was die Terminfrage angeht, denn auch die ist ja sehr intensiv in der Branche diskutiert worden und aus all diesem Brancheninput Kommend hat sich dann eben ein solches Konzept entwickelt, was wir in Teilen jetzt bereits kommuniziert haben. Weitere Teile wird es auf der Eurobike 26 zu sehen geben, aber auch das ist natürlich niemals fertig, denn wir gehen jetzt in die Detailausarbeitung dieses Konzeptes mit dem Beirat und werden mit dem Beirat und dem Feedback des Beirates diese einzelnen Schritte, weiter konkret ausarbeiten. Ihr habt's angesprochen, ein Thema ist der Termin. Die Branche hat sich sehr klar und deutlich mehrheitlich für einen Septembertermin, also für einen Herbsttermin, entschieden. wir haben uns deshalb, auf, Anfang September festgelegt als neuen, Messetermin, ganz bewusst auch auf diesen Anfang September-Termin, denn wir liegen damit vor der Sitzungswoche des Deutschen Bundestages. Hier schlägt sich wieder die Brücke zur gewünschten und geforderten Bundespolitik. Wir sind also vor der Sitzungswoche, haben also hoffentlich die Chance auf freiere Kalender der Bundespolitiker. Wir haben in 'nem zweiten Schritt auch das auf Wunsch der Branche, die Eurobike auf einen ganz klaren B2B-Fokus konzentriert. Also das war der, klare Wunsch und die klare Rückmeldung aus der Branche. ihr müsst aufhören, everybody's darling zu sein, also wirklich zu versuchen, B2B und B2C und es allen irgendwie gerecht zu machen. Trefft eine Entscheidung. Es war ganz klar die Anforderung an uns als Veranstalter: Bitte trefft eine Entscheidung und gebt der Eurobike eine Richtung vor. Das haben wir getan. Dieser Verantwortung sind wir gerecht geworden und sind uns derer bewusst. Klarer B2B-Fokus, deshalb auch die klare Reduktion auf drei Tage, im September 27. Und was wir auch getan haben, ist, dass wir eine familiärere Atmosphäre auf dem Frankfurter Messegelände schaffen wollen, denn das war eine, berechtigte Kritik, dass der, Wechsel nach Frankfurt in ein doch sehr großes, sehr kühl, sehr anonym wirkendes Messegelände der so eingangs ja von mir erwähnten, sehr emotionalen, sehr leidenschaftlichen Fahrradbranche, dass das nicht so gut gepasst hat. Und deshalb haben wir jetzt für '27 fortfolgende einen anderen Teil des Geländes gewählt, und zwar den Teil, der näher zur Stadt liegt, Nummer eins. Nummer zwei, wir haben uns auf die Hallen drei, vier und fünf konzentriert und diese Hallen oder werden uns darauf konzentrieren, die liegen um die Agora herum. Die Agora ist ein, ein Freigelände, eine riesengroße Freifläche in der Mitte dieser Hallen mit Bäumen, mit Grünflächen, mit Wasserläufen. Also es gibt so ein bisschen, Naturatmosphäre, ein bisschen emotionale Atmosphäre und eben das Wichtigste ist, wir garantieren damit eine konzentrierte, eine kompakte Aufplanung, kurze Wege. Man hat von allen genannten Hallen drei, vier und fünf immer die Sichtachse auf die Agora. Die Agora wird quasi das Herzstück, wird das emotionale Herzstück für Begegnungen, für Networking, aber auch für das Thema Testing, für Demo, für das Thema, Party. Äh, das darf natürlich auch nicht zu kurz kommen, das gesellige Zusammenkommen für das Thema Gastro. Hier kommt also alles aus den jeweiligen Hallen, die um die Agora gelagert sind, zusammen und schafft damit eben bei Relevanz, bei Weltleitmesseanspruch trotz alledem diesen familiären, emotionalen, gemeinschaftlichen Charakter, der für die Fahrradbranche so wichtig ist.

##: Zielgruppen & internationale Reichweite

00:24:12: **Hans Dorsch:** Ich hab mir das schon mal auf, auf dem Lageplan angeguckt. Also und da ist mir das aufgefallen. Ich fand das 'ne, fand das ganz gut, dass das quasi um einen großen Hof, äh, ist 'n sehr großer Hof, angepasst ist, weil, tatsächlich war's ja, bisher so, dass wenn man was sucht, ' Neststrecke oder so oder 'ne Außenstände, dass die schwer zu finden sind und so, ist das, glaub ich, sehr übersichtlich. Das gefällt mir. Du hast schon B2B als klaren Fokus definiert. Im Marketing wird ja gern von Personas gesprochen. Welche, welche Personas sind denn konkret eure Zielgruppe für die Eurobike 2027?

00:24:55: **Philipp Ferger:** Also wenn wir jetzt in die Ausarbeitung der Personas gehen, dann würden wir ja wirklich über Alter, über, Geschlecht, über et cetera sprechen. ich glaube, das würde jetzt hier den, den Rahmen sprengen. Ich würde einen Schritt vorgehen. Also ja, wir arbeiten in der Marketingkommunikation natürlich mit, dem Persona-Ansatz. Hierfür würde ich jetzt einen Schritt vorher gehen. Unsere Zielgruppe ist letztendlich die gesamte Wertschöpfungskette. Auf der Ausstellerseite sprechen wir über die gesamte Wertschöpfungskette der, Bike- und Ecomobility-Branche. Wenn wir uns, n bisschen tiefer reinschauen, heißt das, wir reden über die Industrie, sprich die Marken, die Hersteller, die Zulieferer. Wir reden auf der Besucherseite natürlich über den Handel. Hier sprechen wir über die Distributoren, über den Großhandel, Fachhändler, die Filialisten, die Einkaufsverbünde, Einkaufsorganisationen. Das ist aber auch nicht alles auf der Besucherseite. Wir sprechen natürlich auch über die Medien. Wir haben sie eingangs angesprochen, das Thema nationale und internationale Fachmedien. Genauso aber auch das Thema Tages- und Wirtschaftspresse. Das Bike- und Ecomobility-Thema ist ein wahnsinnig wichtiges und spannendes Thema auch für diese Medien, die Lifestyle-Medien und ein nicht zu vernachlässigender Teil, ein sehr wichtiger Teil, der gesamte Bereich Content Creator und Influencer. Unsere Zielgruppe geht aber auf der Besucherseite noch weiter. Wir reden auch über das Thema der, Politik und dort nicht nur die, die Bundespolitik oder die Landespolitik, sondern vor allem auch um das Thema kommunale Verwaltungen, Kommunen, Behörden, wo es genau darum geht, die entschiedenen, auf Bundesebene oder gar auf europäischer Ebene entschiedenen Infrastruktur-Infrastrukturthemen, Radwegenetz et cetera in der jeweiligen Region, in der Kommune umzusetzen. Das heißt, auch dieses Thema ist für uns eine enorm wichtige, Zielgruppe an Mobilitätsakteuren und last but not least das gesamte Spektrum rund um Innovationen, also Start-ups, aber auch Tech-Unternehmen, aber vor allem auch den Bereich Fundraising. Und hier kann man zum Beispiel den Investment- und Finance-Standort Frankfurt sehr gut ausspielen, denn hier ist eben das Kapital, sind die Investmentgesellschaften, sind die Banker, die die Ideen von morgen finanzieren. Und das gilt's auch auf der Eurobike zusammenzubringen.

00:27:23: **Thomas Geisler:** Mhm. Ich fand es spannend, ich war, ich war ja mal in Taiwan auf der Taipei Cycle Show und da, war dann auch Aussteller wirklich aus dem Tech-Bereich, die man sonst vom Computer her kennt, dass man da einfach diese, Branchen zusammengeführt hat und die dann auch ihre ganzen, Innovationen im Bereich der KI oder so auch da mit vorgestellt haben und wie der Fahrradbereich dann davon profitieren kann. was ist eigentlich die Resonanz, die ihr aus dem Ausland auch kriegt für eure Ideen und die Anstöße, die Weltleitmesse jetzt neu auszurichten? Kommen da auch schon so Ansätze heraus, dass da auch ausländische Firmen, die man jetzt mit dem Fahrrad erst mal nicht zusammenbringt, sagt: „Okay, Eurobike klingt interessant, da kommen wir, da kaufen wir auch Sachen.“

00:28:04: **Philipp Ferger:** Also ja, erstens, die, Resonanz ist logischerweise positiv, weil auch das Ausland, auch internationale Unternehmen aus der Branche ja Teil der Befragungen, Teil der, des, der Experteninterviews und damit Teil des Inputs für das neue Konzept war. Das heißt, die Posi-- die Resonanz hierzu ist positiv. Die internationale Ausrichtung wird ganz klar als Stärke gesehen, sowohl von der Aussteller- als auch von der Besucherseite. Dafür bietet sich Frankfurt natürlich als internationaler Hub zentral in Deutschland und Europa gelegen, mit dem Flughafen super erreichbar, die entsprechende, Infrastruktur, Hotelinfrastruktur vorhanden. Der Septembertermin und der klare B2B-Fokus wird sehr als Vorteil und als positive Resonanz gesehen. Und wir sind ja erst am Anfang. Wir haben jetzt begonnen, für '26 in ersten Schritten und werden das für '27 ausbauen, dass wir das gesamte internationale Vertriebsnetz der Messe Frankfurt in Bewegung gesetzt haben und in Bewegung setzen. Ihr müsst euch das so vorstellen: Der Messe Frankfurt-Konzern hat in über 150 Ländern auf dieser Welt eigene Tochtergesellschaften oder Vertriebsbüros, die unsere Messen an die jeweilige Industrie mit den lokalen, nationalen, Partnern wie Verbänden und Multiplikatoren vertreiben. Das heißt, wir sind, dezentral in diesen, in all diesen Wachstumsregionen der Welt aufgestellt, kennen dort die jeweiligen Player aus der Branche und sorgen mit unseren Vertriebspartnern und Tochtergesellschaften in diesen über 150 Ländern dafür, dass noch mehr, Aussteller und Besucher aus aller Welt auf die Weltleitmessen nach Frankfurt und in dem Fall auf die Eurobike kommen werden.

00:30:00: **Hans Dorsch:** Das, das ist auch eine Erklärung. Das wäre wahrscheinlich 'ne ei-, ein eigener Podcast wert, was, was man so als Messeveranstalter das ganze Jahr über macht, während keine Messe ist, ne? Ich glaube, die Messe ist das Entspannteste für einen Messeverantwortlichen, oder?

00:30:16: **Philipp Ferger:** Nee, ich würde nicht sagen das Entspannteste, aber das ist die Phase, wo man's am besten nachvollziehen kann, was wir tun. Aber du hast vollkommen recht, Hans. Das zu erklären, was wir, im gesamten Laufe des Jahres machen, das wär mehr als eine Podcast-Folge

00:30:31: **Hans Dorsch:** Aber wir jetzt als, Medienteilnehmer, Journalisten, Journalistinnen, Creators, wir können ja dann die, die Früchte dieser Arbeit, ernten. deshalb, möcht ich zum Schluss 'ne, 'ne Frage stellen: Was sollen Journalisten und Journalistinnen und Creator von dieser Eurobike mitnehmen? Also nicht nur im Sinn von Inhalten, sondern im Sinn von Erfahrungen

##: Abschluss, Ausblick und Outro

00:30:57: **Philipp Ferger:** Da fallen mir drei Dinge ein. Die Branche, natürlich die Medien, aber auch unsere Aussteller und Besucher, Verbände und Multiplikatoren sollen mitnehmen am spätestens letzten Abend der Eurobike 26, dass die Eurobike zugehört hat. Sie sollen mitnehmen, dass wir viele Impulse aus Industrie, aus Handel und Verbänden in die neue Ausrichtung der Eurobike eingebunden haben. Und sie sollen mitnehmen, dass die Eurobike 2026 war, der Ort war, an dem die Branche erstmals erleben konnte, wie die Eurobike der Zukunft, wie die Eurobike 2027 und darüber hinaus aussehen wird und dass wir diese gemeinsam gestalten werden.

00:31:53: **Hans Dorsch:** Da freue ich mich drauf.

00:31:55: **Philipp Ferger:** Ich mich auch. Könnt ihr mir glauben.

00:31:58: **Hans Dorsch:** , Dann bedank ich mich bei dir, Philipp, dass du uns diese Einblicke gegeben hast und wünsch noch

00:32:04: **Thomas Geisler:** Entspannte zwei Wochen, bevor dann

00:32:06: **Philipp Ferger:** Ganz entspannte, ganz entspannte zwei Wochen. Ihr könnt euch ungefähr vorstellen, wie die ablaufen.

00:32:12: **Hans Dorsch:** Genau. Vielen Dank und bis zur Eurobike

00:32:16: **Philipp Ferger:** Dank euch

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